Strompreise in Deutschland — Vergleichen. Wechseln. Sparen.
Deutsche Haushalte zahlen 2026 im Schnitt 37,0 Ct/kWh. Neukunden sichern sich Tarife ab 25 Ct/kWh — eine Differenz von bis zu 420 € pro Jahr.
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Entlastung nach der Krise: Was sich 2026 geändert hat
Erstmals seit 2021 sinken die Strompreise spürbar — dank gesunkener Netzentgelte und eines Bundeszuschusses von 6,5 Milliarden Euro.
Vom Krisenhoch zur Stabilisierung
Nach dem Höchststand von 48,1 Ct/kWh im Jahr 2022 und einem Durchschnitt von 39,3 Ct/kWh im Jahr 2025 liegt der mittlere Haushaltsstrompreis 2026 bei 37,0 Ct/kWh — ein Rückgang von rund 6 % gegenüber dem Vorjahr. Für einen Dreipersonenhaushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch bedeutet das Stromkosten von etwa 1.295 € pro Jahr.
Der wichtigste Treiber: Die Netzentgelte sind 2026 bundesweit um 16,5 % gesunken, unterstützt durch einen Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro. Gleichzeitig erhalten Neukunden Tarife ab 25 Ct/kWh — wer noch in der Grundversorgung steckt, zahlt dagegen bis zu 43 Ct/kWh.
Laut Bundesregierung können Haushalte 2026 durchschnittlich etwa 160 € bei Strom und Gas einsparen. Bei einem reinen Stromanbieterwechsel sind bis zu 420 € realistisch.
Woraus setzt sich Ihr Strompreis 2026 zusammen?
Drei Hauptkomponenten bestimmen, was Sie pro Kilowattstunde zahlen.
Erzeugung & Vertrieb
41,3 %Kosten für Stromerzeugung, Beschaffung an der Börse und Marge des Anbieters. Hier liegt Ihr größter Hebel beim Anbieterwechsel — Neukundentarife sind oft 30–40 % günstiger.
Netzentgelte
24,8 %Gebühren für Transport und Verteilung. 2026 erstmals deutlich gesunken (−16,5 %) dank 6,5 Mrd. € Bundeszuschuss. Durchschnittlich 10,4 Ct/kWh brutto.
Steuern, Abgaben & Umlagen
33,9 %Stromsteuer (2,05 Ct/kWh, unverändert), Konzessionsabgabe (1,32–2,39 Ct/kWh), KWKG-Umlage (0,446 Ct/kWh), Offshore-Umlage und 19 % MwSt.
Die EEG-Umlage ist seit Juli 2022 vollständig entfallen. Dafür steigt die KWKG-Umlage 2026 um 61 % auf 0,446 Ct/kWh — ein Anstieg, der durch die gesunkenen Netzentgelte jedoch überkompensiert wird.
Strompreisentwicklung 2015 – 2026
Von der Energiewende über die Gaskrise bis zur heutigen Entlastung.
Stabiles Niveau vor der Krise
Höhepunkt der Energiekrise
Strompreisbremse läuft aus
Netzentgelte sinken um 16,5 %
Preisunterschiede nach Bundesland 2026
Je nach Wohnort variiert Ihr Strompreis um bis zu 6 Ct/kWh — das macht bis zu 210 € Unterschied pro Jahr.
Warum zahlt man in Thüringen mehr als in Bremen?
Die Netzentgelte bleiben auch 2026 der entscheidende regionale Faktor. In dünn besiedelten Gebieten müssen weniger Verbraucher die Kosten für den Netzausbau tragen. Trotz des Bundeszuschusses von 6,5 Mrd. € bleiben die Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern bestehen.
Laut Verivox kosten 4.000 kWh Strom in den alten Bundesländern durchschnittlich 1.480 €, in den neuen Bundesländern 1.559 € — eine Differenz von 79 € pro Jahr.
| Bundesland | Ø Preis (Ct/kWh) | Jahreskosten (3.500 kWh) | Abweichung |
|---|---|---|---|
| Bremen | 34,50 | 1.208 € | −6,8 % |
| Nordrhein-Westfalen | 35,20 | 1.232 € | −4,9 % |
| Niedersachsen | 36,00 | 1.260 € | −2,7 % |
| Bayern | 36,70 | 1.285 € | −0,8 % |
| Hessen | 37,10 | 1.299 € | +0,3 % |
| Berlin | 37,60 | 1.316 € | +1,6 % |
| Schleswig-Holstein | 38,80 | 1.358 € | +4,9 % |
| Brandenburg | 39,40 | 1.379 € | +6,5 % |
| Mecklenburg-Vorpommern | 40,10 | 1.404 € | +8,4 % |
| Thüringen | 40,50 | 1.418 € | +9,5 % |
Quelle: BDEW-Strompreisanalyse April 2026, Verivox, Bundesnetzagentur. Werte gerundet, Durchschnitt alle Tarifgruppen.
Sechs Hebel für niedrigere Stromkosten
Von der Tarifwahl bis zum Geräteverhalten — so reduzieren Sie Ihre Rechnung nachhaltig.
Anbieter wechseln
Neukunden zahlen 2026 im Schnitt 25 Ct/kWh — bis zu 12 Ct weniger als der Durchschnitt. Der Wechsel dauert wenige Minuten, der neue Anbieter übernimmt die Kündigung.
Bis 420 € ErsparnisStandby eliminieren
Geräte im Standby verbrauchen bis zu 10 % des Haushaltsstroms. Schaltbare Steckdosenleisten kosten unter 15 € und amortisieren sich in wenigen Wochen.
Bis 130 € / JahrLED-Beleuchtung
LED-Lampen verbrauchen bis zu 90 % weniger Strom als Glühbirnen und halten 25.000 Stunden. Der Austausch einer ganzen Wohnung kostet unter 80 €.
Bis 90 % wenigerEffizient heizen & kühlen
Wärmepumpen der Klasse A+++ und smarte Thermostate senken den Stromverbrauch für Heizung und Klimatisierung um bis zu 40 %.
Klasse A+++ wählenNachtstrom nutzen
Mit einem Zweitarifzähler können Sie Waschmaschine, Geschirrspüler und E-Auto in die günstigeren Nachtstunden verlegen — bis zu 20 % Ersparnis.
Bis 20 % günstigerBalkonkraftwerk
Eine Mini-Solaranlage (800 W) erzeugt 700–1.000 kWh pro Jahr und reduziert Ihre Stromrechnung um 180–300 €. Amortisation: 3–5 Jahre.
Bis 300 € / JahrIn drei Schritten zum günstigeren Tarif
Der Anbieterwechsel ist einfacher als die meisten denken — und völlig risikofrei.
Verbrauch ermitteln
Schauen Sie auf Ihre letzte Jahresabrechnung. Der Jahresverbrauch in kWh ist die Grundlage für jeden Tarifvergleich. Richtwert: Personenanzahl × 1.100 kWh.
Tarife vergleichen
Nutzen Sie unabhängige Vergleichsportale oder unsere kostenlose Beratung. Achten Sie auf Preisgarantie (mind. 12 Monate), Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist.
Wechsel beauftragen
Der neue Anbieter übernimmt die komplette Abwicklung inklusive Kündigung. Die Stromversorgung ist gesetzlich garantiert — es entsteht keine Unterbrechung.
Gesetzliche Versorgungsgarantie: Gemäß §36 EnWG ist Ihr Netzbetreiber verpflichtet, Sie jederzeit mit Strom zu versorgen — unabhängig vom Anbieterwechsel.
Strom-Check: Wo stehen Sie?
Beantworten Sie fünf kurze Fragen und erhalten Sie eine erste Einschätzung Ihres Sparpotenzials.
Wie viele Personen leben in Ihrem Haushalt?
Wie hoch ist Ihre monatliche Stromrechnung?
Haben Sie in den letzten 2 Jahren den Anbieter gewechselt?
Wie wichtig ist Ihnen Ökostrom?
Welche Zahlungsweise bevorzugen Sie?
Ihre persönliche Einschätzung
Basierend auf Ihren Angaben liegt ein erhebliches Sparpotenzial vor. Eine detaillierte Analyse mit konkreten Tarifempfehlungen erhalten Sie in einem kostenlosen Beratungsgespräch.
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Echte Rückmeldungen von Menschen, die den Wechsel gewagt haben.
Hab ehrlich gesagt nicht gedacht, dass da noch was geht. Wir sind seit acht Jahren beim selben Versorger gewesen. Nach dem Vergleich waren es plötzlich 310 € weniger im Jahr. Der Wechsel selbst war komplett unspektakulär — einmal unterschrieben, Rest lief von allein.
Als Single in München zahlt man ja eh schon viel. Die Beratung hat mir gezeigt, dass ein Ökostrom-Tarif sogar günstiger war als mein alter Grundversorgungstarif. Jetzt zahl ich weniger UND hab ein besseres Gewissen. Win-win, würde ich sagen.
Wir haben ein altes Haus in Thüringen, entsprechend hoch war die Rechnung. Die regionale Analyse hat uns die Augen geöffnet. Neuer Anbieter, Nachttarif für die Wärmepumpe — unterm Strich sparen wir jetzt knapp 380 €. Einziger Minuspunkt: Hätte ich das mal früher gemacht.
Namen und persönliche Details wurden zum Schutz der Privatsphäre geändert. Die geschilderten Erfahrungen sind repräsentativ, aber nicht auf jeden Einzelfall übertragbar. Individuelle Ersparnisse hängen von Verbrauch, Region und Tarif ab.
Persönliche Tarifberatung anfordern
Hinterlassen Sie Ihre Daten — ein Energieberater meldet sich innerhalb von 24 Stunden bei Ihnen.
Häufige Fragen zum Stromwechsel
Nein. Gemäß §36 EnWG ist Ihr lokaler Netzbetreiber gesetzlich verpflichtet, Sie durchgehend mit Strom zu versorgen. Der Wechsel ist ein rein administrativer Vorgang — physisch ändert sich nichts an Ihrer Leitung.
In der Regel 2 bis 4 Wochen. Die gesetzliche Kündigungsfrist beim Grundversorger beträgt 2 Wochen, bei Sondertarifen je nach Vertrag 1 bis 3 Monate. Der neue Anbieter kümmert sich um die gesamte Abwicklung.
Ja. Die Analyse Ihres aktuellen Tarifs und die Empfehlung alternativer Angebote sind für Sie komplett kostenfrei und unverbindlich. Es entsteht keine Verpflichtung zum Wechsel.
Die Netzentgelte sinken 2026 bundesweit um durchschnittlich 16,5 %, unterstützt durch einen Bundeszuschuss von 6,5 Mrd. €. Gleichzeitig steigt die KWKG-Umlage auf 0,446 Ct/kWh. Unterm Strich ergibt sich eine Entlastung von rund 64 € pro Haushalt.
Selbstverständlich. Entscheidend ist, dass der Stromvertrag auf Ihren Namen läuft. Bei einer Mietwohnung mit eigenem Zähler ist das in der Regel der Fall. Nur bei Pauschalmieten über den Vermieter ist ein Wechsel nicht möglich.
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