
Ökostromtarife unterscheiden sich nicht nur im Preis. Entscheidend ist auch, wie die Stromherkunft belegt wird und ob der Tarif den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützt.
Was Ökostrom im Stromnetz bedeutet
Physikalisch erhalten alle Haushalte Strom aus demselben regionalen Netz. Ein Ökostromvertrag sorgt dafür, dass für den bilanzierten Verbrauch eine entsprechende Menge Strom aus erneuerbaren Quellen nachgewiesen wird. Dafür werden in Europa Herkunftsnachweise genutzt.
Herkunftsnachweis und Label unterscheiden
Ein Herkunftsnachweis bestätigt die erneuerbare Erzeugung einer Strommenge. Ein anspruchsvolles Qualitätslabel kann darüber hinaus Kriterien für Neuanlagen, Investitionen oder die Unabhängigkeit von konventionellen Erzeugern enthalten. Prüfen Sie, welche konkrete Aussage ein Anbieter zu seinem Produkt macht.
Begriffe wie „grün“ oder „klimaneutral“ allein sagen wenig aus. Aussagekräftiger sind nachvollziehbare Herkunftsangaben, überprüfbare Kriterien und ein verständliches Preisblatt.
Auch der Vertrag muss passen
- Gesamtkosten für zwölf Monate vergleichen
- Arbeitspreis und Grundpreis getrennt prüfen
- Umfang der Preisgarantie lesen
- Laufzeit und Kündigungsfrist berücksichtigen
- Bonus nicht mit dauerhafter Ersparnis verwechseln
Eine ausgewogene Entscheidung treffen
Legen Sie vor dem Vergleich fest, was Ihnen wichtig ist: möglichst geringe Kosten, kurze Bindung, ein bestimmtes Label oder ein messbarer Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien. So vermeiden Sie, Angebote nur nach einer auffälligen Einzelangabe auszuwählen.
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